Buch FC Adliswil – gegründet 1911

Eine persönliche Sicht von Erich Huber auf die Geschichte des FC Adliswil, von den Gründerjahren vor dem 1. Weltkrieg bis in die 1990er-Jahre. Der Inhalt beschreibt die Geschichte des FC Adliswil bis etwa 1990 und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Allgemeine Fotos und Texte aus Adliswil illustrieren den jeweiligen Zeitgeist zusätzlich. Querformat: 25 x 20 cm, Inhalt 160 Seiten, mit Softcover. Das Buch ist auch als Deluxe-Version mit Hardcover im Format 33 x 28 cm erhältlich.
Das Buch ist bei www.blurb.de erhältlich. Buch bestellen

Fussball Club Adliswil – Panorama einer Clubgeschichte in Wort und Bild
Ein Taschentuch und ein Ball…

Liebe Fussballfreunde
Ohne den Fussball hätte mir in der Jugend etwas ganz ­Wesentliches gefehlt. Nach der Schule wollte ich immer so schnell als möglich auf die Strasse, um Stunden später, vollkommen verdreckt, zum Abendessen wieder zu Hause aufzutauchen. Nach dem Essen dann sofort wieder nach draussen, um bis zur vollkommenen Dunkelheit weiterzuspielen. Je nachdem, wie viele Nachbarskinder noch nach draussen durften, spielten wir zwei gegen zwei oder am Schluss noch einer gegen einen. Fussballplatz war die damals noch kaum befahrene Tiefackerstrasse. Als Torbegrenzung dienten meist Taschentücher, von einem ­Lederball konnte man nur träumen. Mitte der 1950er-Jahre tauchten die ersten Kunststoffbälle auf, Superflex genannt. Ihr Flugverhalten muss als Vorbild für die heutigen Flatterbälle gedient haben.

Später dann, so mit 12 Jahren, wurde mein (Fussball-)­Revier etwas erweitert. Am Sihlquai traf ich mich mit ­späteren FCA-Cracks wie Coppi Nyffeler und Rolf Schwander. Man beschnupperte sich gegenseitig, bis man den Test bestanden hatte und als gut genug befunden wurde, um mitspielen zu dürfen. Am Mittwochnachmittag übten wir auf dem Sportplatz Sood stundenlang vom 16er Freistösse ins Lattenkreuz. Die Treffsicherheit war auch bitter nötig, denn damit man keine «Mätschli» vor dem Tor machen konnte, war zwischen beiden (Holz)-Pfosten, auf halber Höhe, eine Eisenstange mit spitzen Nägeln montiert. Dort verlor mancher Ball seine Unschuld. Am Hang oberhalb des Soodplatzes gab es eine Wasserquelle, wo wir jeweils den Durst löschen konnten. Mein erstes eisgekühltes «Coca-Cola» habe ich etwa mit 13 Jahren, auf dem Heimweg, im Laden an der Ecke Sood-/Austrasse gekauft.

An Schulstunden mag ich mich kaum mehr erinnern, ich bin nicht einmal mehr so sicher, ob ich jemals zur Schule ging. Jedenfalls ist nicht viel hängengeblieben. Vom täglichen Fussballspielen aber schon. Nämlich viele schöne Erinnerungen und Kollegen fürs Leben. Einiges habe ich in diesem Buch zusammengetragen. Dass es im zweiten Teil etwas Huber lastig geworden ist, möge man mir verzeihen.

Mit sportlichen Grüssen

Erich Huber